Ein Bremsproblem
Um heutzutage im Rollstuhl zu bremsen, muss man die Hände wie Bremsbeläge benutzen.
Und das ist der Alltag von 65 Millionen Nutzern manueller Rollstühle weltweit, davon 400.000 in Frankreich. Fragt man sie daher direkt nach ihrem Bedarf an einem Bremssystem, ist die Antwort einhellig.


Ein Problem Zugänglichkeit
Heute weisen 10 % der Straßen in Paris eine Steigung von mehr als 4 % auf, dem gesetzlichen Grenzwert für PMR-Zufahrtsrampen.
Das Fahren in hügeligen Straßen erfordert von Rollstuhlfahrern ständiges Bremsen. Diese hohe Belastung kann zu Schmerzen und Verletzungen an Händen, Schultern und Rücken führen. Auch die Sicherheit ist beeinträchtigt, da manuelles Bremsen auf unebenen oder rutschigen Oberflächen unwirksam sein kann.
Überbeanspruchung der oberen Extremitäten
Das Antreiben eines Rollstuhls, insbesondere über lange Strecken, stellt eine übermäßige Belastung für die Muskeln und Gelenke der oberen Extremitäten dar.
Nacken, Schultern, Arme und Handgelenke werden durch diese Bewegungen besonders geschwächt, und da sie hunderte Male am Tag wiederholt werden, stellen sie ein erhöhtes Risiko für Muskel-Skelett-Erkrankungen dar.

Bremsen, ein gravierendes und unfallverursachendes Problem
Parallel zu unseren zahlreichen qualitativen Interviews vor Ort mit Rollstuhlfahrern führten wir zwischen März und Mai 2020 eine Studie mit 164 Rollstuhlfahrern durch.
75%
Sie berichten von Schwierigkeiten beim Bremsen im Rollstuhl oder benötigen die Hilfe anderer.
50%
Sie haben bereits auf einem Hang oder einer Rampe die Kontrolle über ihren Rollstuhl verloren.
85%
Sie haben ihre Route bereits geändert, um Hänge zu umfahren.
90 %
Sie sind der Ansicht, dass eine Verbesserung der Bremsleistung von Rollstühlen notwendig ist.
Sylvain, Lille
„Meine Handflächen werden trocken, meine Finger heiß, Hände sind einfach nicht zum Bremsen gemacht. Bei Regen ist Bremsen schlicht unmöglich. Bremsen ist daher gefährlich, die Abfahrt eine gefürchtete Tortur, manchmal wird der Weg sogar aufgegeben.“
Bruno, Düsseldorf
„Bevor ich Dreeft benutzt habe, hatte ich Verbrennungen an den Händen, besonders wenn ich Abfahrten fahren wollte, weil das Metall oder Gummi des Handlaufs an meiner Haut rieb.“
Oksana, Rennes
„Abgesehen davon, dass es auf Dauer schmerzhaft ist, keine Bremsen zu haben, ist es gefährlich, wenn man in der Stadt unterwegs sein möchte. Bevor ich Dreeft benutzt habe, hatte ich oft Angst zu stürzen. Es ist überhaupt nicht für Ausflüge im Freien geeignet, für Kopfsteinpflaster… Menschen im Rollstuhl vermeiden es deshalb, ihr Haus zu verlassen.“

